10 Ironman 70.3 Zone 4 / Schwellenwert Beispiel-Laufsitzungen
Zusammenfassung:
Das Lauftraining in Zone 4, typischerweise bei 87–93 % der maximalen Herzfrequenz und einer subjektiven Belastungseinschätzung (RPE) von 7–8, spielt eine wichtige Rolle in der Laufvorbereitung für den Ironman 70.3. Diese Schwellentrainings verbessern Tempo, Ausdauer, Ermüdungsresistenz und mentale Kontrolle, indem sie die allgemeine Laufleistung steigern und es ermöglichen, niedrigere Intensitäten länger und effizienter aufrechtzuerhalten. Anstatt Ausdauertraining zu ersetzen, stärken Schwellentrainings die Belastbarkeit und verbessern die Toleranz gegenüber längerer Anstrengung nach dem Radfahren. Konsequent als fokussierte Einheit pro Woche durchgeführt, tragen diese Trainingseinheiten dazu bei, die Lauftechnik unter Belastung zu verfeinern und ein kontrolliertes, wiederholbares Laufen über die Halbmarathon-Distanz zu unterstützen.
Warum das Training für den 70.3-Schwellenwertlauf wichtig ist
Schwellentraining spielt eine wichtige Rolle in der Vorbereitung auf den Ironman 70.3, indem es die allgemeine Laufleistung verbessert. Es dient dazu, die maximale Ausdauerleistung zu steigern, sodass Läufe mit niedrigerer Intensität länger, kontrollierter und mit weniger Ermüdung durchgeführt werden können. Richtig eingesetzt, stärkt Schwellentraining die Systeme, die das Ausdauerlaufen unterstützen, und ermöglicht so eine stetige Entwicklung von Tempokontrolle, Effizienz und Belastbarkeit während eines Trainingsblocks.
Das Lauftraining in Zone 4 zielt auf eine Intensität ab, die die maximale Ausdauerleistung eines Athleten herausfordert. In dieser Phase steigt der Laktatspiegel weiter an, bis er sich der Laktatschwelle annähert. Wiederholte Belastungen dieser Art verbessern die Ausdauer, erhöhen das Tempo, das unterhalb der Schwelle durchgehalten werden kann, und steigern die Toleranz gegenüber längeren Läufen. Strukturierte Schwellentrainingseinheiten fördern zudem Rhythmus, Lauftechnik und mentale Konzentration unter Belastung und unterstützen so eine stabilere und wiederholbare Leistung über längere Strecken.
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Metrikleitfaden für das Schwellenwertlauftraining
Das Verständnis der Messmethoden für Schwellenlauftraining trägt dazu bei, dass die Trainingseinheiten mit der richtigen Intensität durchgeführt werden und die beabsichtigte Wirkung erzielen. Die folgenden Kennzahlen dienen dazu, das Laufen in Zone 4 klar und konsistent zu definieren und zu überwachen.
Die Herzfrequenz misst, wie oft das Herz pro Minute schlägt und spiegelt die Reaktion des Körpers auf Belastung wider. Im Lauftraining dient sie dazu, die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems im Verhältnis zur maximalen oder Schwellenherzfrequenz des Athleten einzuschätzen. Die subjektive Belastungswahrnehmung (RPE – Rate of Perceived Exertion) beschreibt, wie anstrengend sich eine Trainingseinheit für den Athleten anfühlt und bietet eine praktische Orientierungshilfe, um die subjektive Belastungswahrnehmung in eine nutzbare Trainingsintensität umzurechnen.
Schwellenwert-Laufmetriken
Herzfrequenz: 87–93 % der maximalen Herzfrequenz
RPE: 7–8
Aufwand: Schwer
Verwenden Sie den FLJUGA Herzfrequenzzonenrechner, um Ihren genauen Zone-4-Bereich zu ermitteln.
Diese Messwerte definieren die Obergrenze einer nachhaltigen Laufintensität und tragen dazu bei, Schwellentraining präzise statt reaktiv zu gestalten. Das Einhalten der vorgegebenen Bereiche gewährleistet, dass das Training anspruchsvoll bleibt, ohne zu Überlastung zu führen. Langfristig verbessert das Schwellentraining so die Ausdauer, steigert das unterhalb der Schwelle durchzuhaltende Tempo und erhöht die Toleranz gegenüber längeren Läufen. Wenn die Intensität klar definiert und konsequent eingehalten wird, werden Schwellentrainings zu einem zuverlässigen Instrument für langfristige Fortschritte – im Gegensatz zu isolierten harten Läufen, die die Regeneration oder das Trainingsgleichgewicht beeinträchtigen.
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10 Beispiel-Ironman-70.3 -Schwellenwertläufe
1. Anhaltende Schwellenanstrengung
Ziel: Aufbau einer stationären Regelung am Schwellenwert
Aufwärmen: 12 Minuten Joggen
Hauptteil: 2 x 12 Min. in Zone 4 (5 Min. Joggen dazwischen)
Abkühlen: 10 Minuten Joggen
2. Wiederholte Überschreitung der Schwelle
Ziel: Die Arbeit in Zone 4 in fokussierten Blöcken bündeln
Aufwärmen: 12 Minuten Joggen
Hauptteil: 4 x 6 Min. in Zone 4 (2 Min. Joggen dazwischen)
Abkühlen: 10 Minuten Joggen
3. Schwellenwertleiter
Ziel: Intensität durch strukturierte Progression variieren
Aufwärmen: 12 Minuten Joggen
Hauptset: 4 / 6 / 8 / 6 / 4 min @ Zone 4 (2 min Joggen dazwischen)
Abkühlen: 10 Minuten Joggen
4. Mittlere bis lange Schwellenwerteinstellung
Ziel: Die Anstrengung in Zone 4 aufrechterhalten, um das Tempo im Endspurt zu verbessern.
Aufwärmen: 12 Minuten Joggen
Hauptset: 1 x 15 Min. @ Zone 4
Abkühlen: 10 Minuten Joggen
5. Gepaarte Schwellenwertwiederholungen
Ziel: Aufrechterhaltung der Qualität durch kurze Erholungsphasen zwischen den Schwellenwertbelastungen
Aufwärmen: 12 Minuten lockeres Joggen + 4 Steigerungsläufe
Hauptsatz: 2 x (5 Min. in Zone 4 + 2 Min. Joggen + 5 Min. in Zone 4)
Erholung zwischen den Sätzen: 4 Minuten Joggen
Abkühlen: 10 Minuten Joggen
6. Doppelte Blockschwelle
Ziel: Simulation des Rennaufwands über zwei Schwellenwerte hinweg.
Aufwärmen: 12 Minuten Joggen
Hauptsatz: 2 x 10 Min. in Zone 4 + 2 x 6 Min. in Zone 3 (2 Min. Joggen zwischen den Wiederholungen)
Abkühlen: 10 Minuten Joggen
7. Progressiver Schwellenwertlauf
Ziel: Nach dem Aufbau in Zone 4 einen starken Abschluss erzielen.
Aufwärmen: 12 Minuten Joggen
Hauptset: 10 Min. in Zone 3 + 5 Min. in Zone 4
Abkühlen: 10 Minuten Joggen
8. Kurze Schwellenwertintervalle
Ziel: Verbesserung der Tempokontrolle und der Technik bei hoher aerober Belastung
Aufwärmen: 12 Minuten Joggen
Hauptset: 6 x 4 Min. in Zone 4 (90 Sek. Joggen dazwischen)
Abkühlen: 10 Minuten Joggen
9. Schwellenwert + Tempo-Kombination
Ziel: Hochintensives Kontrolltraining mit aerober Kraft kombinieren
Aufwärmen: 12 Minuten Joggen
Hauptset: 2 x 8 Min. in Zone 4 + 20 Min. in Zone 3
Abkühlen: 10 Minuten Joggen
10. Ermüdungsschwelle
Ziel: Simulation der Anstrengung im mittleren bis späten Rennverlauf unter anhaltendem Druck
Aufwärmen: 12 Minuten Joggen
Hauptset: 15 Min. in Zone 2 + 10 Min. in Zone 3 + 5 Min. in Zone 4
Abkühlen: 10 Minuten Joggen
Häufige Fehler beim Schwellenwertlauftraining
Schwellenläufe sind äußerst effektiv zur Steigerung der Laufleistung, jedoch nur bei kontrollierter und konsequenter Durchführung. Da das Training in Zone 4 nahe an der maximalen Belastungsgrenze eines Athleten liegt, können bereits kleine Fehler in Tempo, Erholung oder Ausführung die Qualität der Einheit schnell mindern. Solche Fehler führen häufig zu übermäßiger Ermüdung oder stagnierendem Fortschritt anstatt zu einer sinnvollen Anpassung.
Zu schneller Start:
Ein zu aggressiver Einstieg in ein Intervall führt zu einer Überanstrengung und erschwert die Kontrolle im weiteren Verlauf des Satzes. Frühe Belastungsspitzen verursachen oft einen Anstieg der Herzfrequenz und einen Formverlust. Ein kontrolliertes Tempo von Beginn an sorgt dafür, dass Intensität und Technik über die gesamte Trainingseinheit hinweg stabil bleiben.Ignoriert man die Erholung,
so ist sie unerlässlich: Schwellentraining belastet den Körper stark und erfordert ausreichende Erholung zwischen den intensiven Einheiten sowie im Verlauf der Trainingswoche. Werden Erholungstage ausgelassen oder die Intensität zu eng beieinander gelegt, wird die Anpassungsfähigkeit eingeschränkt und das Verletzungsrisiko erhöht. Nur durch Erholung kann das Schwellentraining die Fitness steigern, anstatt Ermüdungserscheinungen zu verursachen.Fehleinschätzung der Intensität:
Zone 4 sollte sich anstrengend, aber durchführbar anfühlen. Regelmäßiges Überschreiten dieses Bereichs führt zu einem hochintensiven Training mit einem anderen Trainingseffekt. Wenn die Anstrengung zu oft in Zone 5 abdriftet, verlieren Schwellentrainings ihren Zweck und werden schwieriger konstant zu wiederholen.Aufwärmen und Abkühlen auslassen:
Schwellentraining erfordert eine angemessene Vorbereitung und Regeneration. Das Auslassen des Aufwärmens erhöht das Verletzungsrisiko und beeinträchtigt die Qualität der ersten Trainingseinheiten, während das Auslassen des Abkühlens die Regeneration verlangsamt und das nachfolgende Training negativ beeinflusst. Beides sind wesentliche Bestandteile eines effektiven Schwellentrainings.
Mit Geduld und Disziplin ausgeführt, fördern Schwellenlauf-Einheiten langfristig Ausdauer, Kontrolle und Selbstvertrauen. Eine angemessene Intensität, ausreichende Regeneration und eine korrekte Lauftechnik tragen dazu bei, dass diese Trainingseinheiten den langfristigen Fortschritt unterstützen, anstatt ihn zu behindern. Konstanz und Selbstbeherrschung sind die Schlüssel zu effektivem Schwellentraining.
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Häufig gestellte Fragen: Ironman 70.3 Schwellenwertlauf-Training
Wie oft sollte ich Schwellenläufe in mein Ironman 70.3-Training einbauen?
Die meisten Athleten profitieren von einem Schwellenlauf pro Woche. Dieser bietet genügend Reiz, um die Laufleistung zu steigern und lässt gleichzeitig Raum für Ausdauertraining, Rad- und Schwimmtraining sowie ausreichende Regeneration.
Wie lange sollten Intervallläufe in Zone 4 dauern?
Intervallläufe im Schwellenbereich liegen typischerweise zwischen 2 und 20 Minuten, abhängig von Erfahrung und Trainingsstruktur. Der Fokus liegt auf kontrollierter Anstrengung und nicht auf maximaler Erschöpfung.
Soll sich ein Schwellenlauf maximal anfühlen?
Nein. Ein Schwellenlauf sollte sich anstrengend, aber kontrolliert anfühlen. Wenn die Anstrengung maximal ist oder die Lauftechnik schnell nachlässt, ist die Intensität wahrscheinlich zu hoch.
Woran erkenne ich, ob ich in der richtigen Schwellenzone laufe?
In Zone 4 liegt die Herzfrequenz üblicherweise bei 87–93 % der maximalen Herzfrequenz, die subjektive Belastungseinschätzung (RPE) bei 7–8. Das Tempo sollte sich machbar, aber anstrengend anfühlen, ohne plötzliche Leistungsspitzen oder Kontrollverlust.
Können Schwellenläufe lange Ausdauerläufe ersetzen?
Nein. Schwellentraining ergänzt Ausdauerläufe, ersetzt sie aber nicht. Lange Läufe mit geringerer Intensität bleiben unerlässlich für den Aufbau von Ausdauer und Ermüdungstoleranz.
Was ist der häufigste Fehler beim Schwellenlauftraining?
Zu häufiges, zu intensives Laufen. Übermäßiges Training in Zone 4 erhöht das Verletzungsrisiko und verringert die Konstanz, was den langfristigen Fortschritt einschränkt.
WEITERFÜHRENDE LITERATUR: BAUE DEINE IRONMAN 70.3 BASIS
Ironman 70.3 Training: Was ist Zone 2 / Ausdauer?
Ironman 70.3 Training: Was ist Zone 3 / Tempo?
Ironman 70.3 Training: Was ist Zone 4 / Schwelle?
Ironman 70.3 Training: Was ist Zone 5 / VO2 Max?
Schwellenwertsitzungen
Ironman 70.3 Radtraining: 10 Schwellentrainingseinheiten
Ironman 70.3 Schwimmtraining: 10 Schwellentrainingseinheiten
Ironman 70.3 Training: Erholungswoche
Ironman 70.3: Leitfaden für Anfänger
Schlussbetrachtung
Schwellenlauftraining ist am effektivsten, wenn es kontrolliert, konsequent und unter Berücksichtigung der Gesamtausgewogenheit des Trainings durchgeführt wird. Eine einzige, gut ausgeführte Einheit in Zone 4 pro Woche kann die Laufleistung steigern, die Kontrolle bei niedrigeren Intensitäten verbessern und die Ausdauer stärken, ohne das Rad- oder Schwimmtraining zu beeinträchtigen. Bei diszipliniertem Tempo, ausreichender Regeneration und korrekter Lauftechnik werden Schwellenläufe zu einem zuverlässigen Instrument für langfristigen Fortschritt und nicht zu einer Quelle unnötiger Erschöpfung.
Konsultieren Sie vor Beginn eines neuen Trainingsprogramms stets einen Arzt oder zertifizierten Trainer. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keine individuelle Beratung.