Triathlon-Trainingszonen 1–5 erklärt: Warum sie wichtig sind

Zusammenfassung:
Die Trainingszonen im Triathlon bieten einen klaren Rahmen für die Belastungssteuerung beim Schwimmen, Radfahren und Laufen. So entwickelt sich die Fitness ohne unnötige Ermüdung oder Verwirrung. Jede Zone erfüllt einen spezifischen Zweck – vom Aufbau von Ausdauer und Effizienz bis hin zur Optimierung des Wettkampftempos und der Bewältigung hoher Belastungen. Das Verständnis des Zusammenspiels der Zonen 1 bis 5 ermöglicht es Athleten, gezielt statt planlos zu trainieren, Belastung und Erholung in Einklang zu bringen und das Training an die verschiedenen Phasen der Saison anzupassen. Dieser Leitfaden erklärt, was jede Zone repräsentiert, warum sie speziell im Triathlon wichtig ist und wie ihre korrekte Anwendung zu konstanteren Fortschritten und einer besseren Wettkampfleistung führt.

Ein Triathlet schwimmt während des Trainings im offenen Wasser und repräsentiert dabei die Triathlon-Trainingszonen für Schwimmen, Radfahren und Laufen.

Warum Trainingszonen im Triathlon wichtig sind

Triathlon stellt besondere Anforderungen an den Körper, da die Belastung beim Schwimmen, Radfahren und Laufen optimal verteilt werden muss, ohne eine der Disziplinen zu überlasten. Trainingszonen strukturieren diese Herausforderung. Sie ermöglichen es Athleten, die richtige Belastung zum richtigen Zeitpunkt anzuwenden, anstatt auf Vermutungen zu vertrauen, und unterstützen ein kontinuierliches Training ohne unnötige Erschöpfung.

Werden Trainingszonen ignoriert, gerät das Training oft in eine Art Mittelmaß, in dem leichte Einheiten etwas zu anstrengend und anspruchsvolle Einheiten an Zielstrebigkeit verlieren. Der Fortschritt verlangsamt sich nicht etwa, weil es an Anstrengung mangelt, sondern weil das Ziel verschwimmt. Trainingszonen schaffen wieder Kontrast, indem sie Erholung von Ausdauertraining und kontrollierte Intensität von hochintensiven Einheiten trennen. Diese Trennung ermöglicht eine Anpassung, anstatt dass diese mit der Zeit verwässert wird.

Am wichtigsten ist, dass Trainingszonen jeder Einheit ein klares Ziel geben. Sie definieren vor Beginn der Einheit, was erreicht werden soll, und prägen so die Erwartungen und die Vorbereitung. Zu wissen, ob das Ziel Erholung, gleichmäßige Ausdauer oder hochintensives Training ist, ermöglicht es Athleten, sich körperlich durch die richtige Dosierung und Ernährung sowie mental durch Fokus und Selbstbeherrschung vorzubereiten. Anstatt nur auf die Belastung zu reagieren, können Athleten zielgerichtet in eine Einheit gehen, sie selbstbewusst absolvieren und am Ende wissen, ob das Ziel erreicht wurde.

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Wie Triathlon-Trainingszonen funktionieren

Trainingszonen dienen dazu, die Intensität der Trainingseinheiten so zu definieren, dass sie dem aktuellen Fitnesszustand und den spezifischen Anforderungen des Triathlons gerecht wird. Hierbei muss die Belastung über alle drei Disziplinen hinweg gesteuert werden, anstatt sich nur auf eine zu konzentrieren. Die Zonen bieten einen gemeinsamen Rahmen, der für konsistente Trainingsentscheidungen sorgt und Athleten hilft, von unüberlegten und emotionalen Entscheidungen zu einer kontrollierten Ausführung überzugehen. Durch die Einteilung der Einheiten in Zonen wird das Training einfacher zu planen, zu wiederholen und sich schneller zu erholen, wenn die Gesamtbelastung im Laufe der Saison steigt.

Wie die Zonen im Triathlon definiert werden

  • Herzfrequenz:
    Die Herzfrequenz misst, wie häufig das Herz pro Minute schlägt und spiegelt die Reaktion des Körpers auf Belastung wider. Im Training dient sie dazu, die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems im Verhältnis zur maximalen oder Schwellenherzfrequenz eines Sportlers einzuschätzen.

  • Radfahrleistung (FTP):
    FTP steht für Functional Threshold Power und bezeichnet die höchste durchschnittliche Leistung, die ein Athlet über etwa eine Stunde bei Schwellenintensität aufrechterhalten kann. Sie dient als Referenzwert für die Festlegung von Trainingszonen und die Angabe der Intensität im Verhältnis zur nachhaltigen Anstrengung.

  • Schwimmtempo (CSS):
    CSS steht für Critical Swim Speed ​​(kritische Schwimmgeschwindigkeit) und bezeichnet das Schwellenschwimmtempo eines Athleten bzw. das schnellste Tempo, das er über einen längeren Zeitraum konstant durchhalten kann. Es dient als praktischer Richtwert für die Definition von Schwimmtrainingszonen im Triathlon.

  • Subjektiv empfundene Anstrengung (RPE):
    RPE steht für Rate of Perceived Exertion (Skala der wahrgenommenen Anstrengung) und beschreibt, wie anstrengend sich eine Trainingseinheit für den Sportler subjektiv anfühlt. Sie dient als universeller Referenzwert, der dabei hilft, die innere Anstrengungsempfindung in eine nutzbare Trainingsintensität umzurechnen.

Jede Trainingszone erfüllt einen spezifischen Zweck im langfristigen Trainingsprozess: von der Unterstützung der Regeneration und dem Aufbau nachhaltiger Ausdauer bis hin zur gezielten Anwendung von Belastung und höherer Intensität bei Bedarf. Der Wert der Zonen liegt darin, die richtige Anstrengung zum richtigen Zeitpunkt einzusetzen, anstatt Intensität um ihrer selbst willen zu maximieren. Sind die Trainingseinheiten auf ihren jeweiligen Zweck abgestimmt, lässt sich das Training leichter gestalten, die Regeneration verläuft schneller und die Konstanz wird über die gesamte Saison und bis hin zur Wettkampfvorbereitung verbessert.

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Triathlon-Trainingszonen 1 bis 5 erklärt

Zone 1: Aktive Wiederherstellung

Zone 1 befindet sich am unteren Ende des Intensitätsspektrums und dient der Regeneration bei gleichzeitiger Bewegung des Körpers. Im Triathlon ermöglicht sie eine gleichbleibende Belastung beim Schwimmen, Radfahren und Laufen, ohne den Körper zusätzlich zu belasten. So können Athleten intensivere Trainingseinheiten absolvieren und während der gesamten Trainingswoche frisch bleiben.

Intensitätsrichtlinien für Zone 1

  • Herzfrequenz: 68–73 % der maximalen Herzfrequenz

  • Fahrradleistung: <55 % der FTP

  • Schwimmtempo: 77–87 % des CSS

  • RPE: 1–2

  • Aufwand: Sehr einfach

  • Zweck: Aktive Erholung, Durchblutung und leichte Bewegung

Das Training in Zone 1 ist in allen drei Disziplinen bewusst sehr leicht gestaltet. Die Anstrengung wird so gering gehalten, dass die Atmung entspannt bleibt und die Bewegungen sich durchgehend kontrolliert anfühlen. Sein Wert liegt nicht in der Beschleunigung der Anpassung, sondern in deren Unterstützung. So kann Ermüdung abklingen, während Rhythmus und technische Konstanz erhalten bleiben. Lockeres Schwimmen fördert das Wassergefühl ohne Anstrengung, leichtes Radfahren regt die Durchblutung müder Muskeln an und kurze Erholungsläufe erhalten die Bewegungsmuster und minimieren die Belastung. Bei konsequenter Anwendung trägt Zone 1 zur Stabilisierung der Trainingsbelastung bei, verbessert die Regeneration zwischen intensiveren Einheiten und unterstützt den langfristigen Fortschritt, indem sichergestellt wird, dass die Athleten bei wichtigen Trainingseinheiten und Wettkämpfen mit optimaler Energie antreten können.

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Zone 2: Ausdauer

Zone 2 bildet die Grundlage des Triathlon-Trainings und ist der Bereich, in dem die nachhaltigsten Fortschritte erzielt werden. Sie zeichnet sich durch eine Intensität aus, die über längere Zeiträume mit gleichbleibender Anstrengung und konstantem Tempo aufrechterhalten werden kann. Dadurch ist sie zentral für die Entwicklung der Ausdauer beim Schwimmen, Radfahren und Laufen. Im Triathlon lernen Athleten in Zone 2, ihre Leistung zu steuern, unter gleichbleibender Belastung konzentriert zu bleiben und die Fähigkeit aufzubauen, längere Trainingseinheiten ohne Leistungsabfall oder Leistungseinbrüche zu absolvieren.

Intensitätsrichtlinien für Zone 2

  • Herzfrequenz: 73–80 % der maximalen Herzfrequenz

  • Fahrradleistung: 56–75 % der FTP

  • Schwimmtempo: 87–94 % des CSS

  • RPE: 3–4

  • Aufwand: Leicht

  • Ziel: Aerobe Ausdauer, Leistungsfähigkeit und Ermüdungsresistenz

Das Training in Zone 2 fühlt sich gleichmäßig und kontrolliert an, nicht leicht oder anstrengend. Die Atmung ist tiefer, bleibt aber rhythmisch, die Anstrengung ist nachhaltig und das Tempo bleibt über die gesamte Einheit konstant. Laufen in Zone 2 steigert die aerobe Ausdauer und verbessert die Laufökonomie durch effiziente Bewegungsabläufe bei geringer bis mittlerer Belastung. In allen drei Disziplinen lehrt das Training in Zone 2 den Körper, bei längeren Belastungen mit geringerer Intensität verstärkt auf Fett als Energiequelle zurückzugreifen, verbessert die Sauerstoffversorgung und stärkt die Widerstandsfähigkeit, ohne die Regeneration zu beeinträchtigen. So können Athleten Woche für Woche ein sinnvolles Trainingsvolumen aufbauen.

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Zone 3: Tempo

Zone 3 liegt zwischen Ausdauer- und Schwellentraining und dient dazu, anhaltende Belastung zu erzeugen, ohne dabei in den Maximalbereich abzurutschen. Im Triathlon spielt sie eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Fähigkeit, ein hohes Tempo auch bei Ermüdung durchzuhalten und so die Lücke zwischen langen aeroben Einheiten und intensiverem Training zu schließen. In Zone 3 sind Kontrolle, Disziplin und Tempoeinteilung genauso wichtig wie die reine Fitness.

Intensitätsrichtlinien für Zone 3

  • Herzfrequenz: 80–87 % der maximalen Herzfrequenz

  • Fahrradleistung: 76–90 % der FTP

  • Schwimmtempo: 95–98 % des CSS

  • RPE: 5–6

  • Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer

  • Ziel: Nachhaltige Geschwindigkeit, Tempokontrolle und Ermüdungstoleranz

Das Training in Zone 3 fühlt sich zielgerichtet und anspruchsvoll an, bleibt aber kontrolliert. Die Atmung ist merklich tiefer, Gespräche sind eingeschränkt und Konzentration ist erforderlich, um die Anstrengung aufrechtzuerhalten, ohne zu stark abzurutschen. Diese Zone kann als intensivere Erweiterung von Zone 2 verstanden werden, in der die Laktatproduktion zunimmt, aber dennoch effektiv abgebaut werden kann. So können Athleten die Belastung aufrechterhalten, anstatt Spitzenwerte zu erreichen. Laufen in Zone 3 baut die aerobe Kraft auf und festigt eine effiziente Lauftechnik bei höheren Geschwindigkeiten, Radfahren entwickelt die Fähigkeit, unter Belastung eine konstante Leistung zu erbringen, und Schwimmen verbessert Rhythmus und Kraft bei wettkampfrelevanten Intensitäten. Richtig eingesetzt, verbessert Zone 3 die Renneinschätzung, stärkt das Selbstvertrauen bei Ermüdung und bereitet Athleten auf anhaltende Wettkampfleistungen vor, ohne die Erholungskosten wiederholter Schwellentrainings.

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Zone 4: Schwelle

Zone 4 liegt an der oberen Grenze der nachhaltigen Intensität und repräsentiert die höchste Anstrengung, die konstant aufrechterhalten werden kann, ohne in kurze, maximale Belastungen abzurutschen. Im Triathlon dient sie dazu, die Laktatschwelle zu erhöhen und die Fähigkeit des Körpers zum Laktatabbau zu verbessern, während gleichzeitig Tempo und Leistung kontrolliert werden. Durch die Anhebung dieser Schwelle ermöglicht das Training in Zone 4 Athleten, höhere Anstrengungen durchzuhalten, ihr Tempogefühl zu verbessern und die Effektivität von Ausdauer- und Tempotraining darunter zu steigern. Aufgrund ihrer anspruchsvollen Natur erfordert Zone 4 Fokus, Disziplin und eine sorgfältige Einplanung in die Trainingswoche, um effektiv zu sein.

Intensitätsrichtlinien für Zone 4

  • Herzfrequenz: 87–93 % der maximalen Herzfrequenz

  • Fahrradleistung: 91–105 % der FTP

  • Schwimmtempo: 99–104 % des CSS

  • RPE: 7–8

  • Aufwand: Schwer

  • Ziel: Entwicklung der Laktatschwelle, Aufrechterhaltung von Tempo und Kraftkontrolle

Das Training in Zone 4 fühlt sich anstrengend, aber kontrolliert an. Die Belastung liegt nahe an der Grenze, an der Technik oder Tempo bei weiterer Intensitätssteigerung nachlassen würden. Die Atmung ist schwer, Gespräche werden erschwert und die Konzentration ist gefragt, um die Leistung konstant zu halten. In dieser Phase steigt der Laktatspiegel weiter bis nahe an die Laktatschwelle des Athleten an, was die Fähigkeit des Körpers, Laktat zu tolerieren und abzubauen, bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit fordert. Laufen in Zone 4 verbessert die Fähigkeit, auch unter Ermüdung ein hohes Wettkampftempo durchzuhalten, Radfahren fördert die Ausdauerleistung an der Schwelle und Schwimmen stärkt die Fähigkeit, ein anspruchsvolles Tempo mit kontrollierter Technik zu halten. Richtig angewendet, steigert Zone 4 die Ausdauerleistung, schärft das Gefühl für das richtige Tempo und bereitet Athleten auf die anspruchsvollsten Dauerbelastungen im Wettkampf vor.

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Zone 5: VO2 Max

Zone 5 ist kurz, intensiv und knackig. Dies ist die VO2max-Trainingszone, in der der Sauerstoffbedarf am höchsten ist und das aerobe System bis an seine Grenzen beansprucht wird. Bei dieser Intensität reichert sich Laktat schneller an, als es abgebaut werden kann, wodurch Zone 5 im oberen Bereich der aeroben Kapazität eines Athleten liegt. Da diese Belastung nicht lange aufrechterhalten werden kann, wird das Training in Zone 5 stets in kurzen, kontrollierten Intervallen durchgeführt.

Intensitätsrichtlinien für Zone 5

  • Herzfrequenz: 93–100 % der maximalen Herzfrequenz

  • Fahrradleistung: 106–120 % der FTP

  • Schwimmtempo: >105 % des CSS

  • RPE: 9–10

  • Aufwand: Sehr schwer

  • Ziel: Entwicklung der VO2max, aerobe Leistungsgrenze und Toleranz gegenüber hoher Intensität

  • Nutzen Sie den FLJUGA Trainingszonenrechner, um Ihre Entfernungen zu berechnen.

Das Training in Zone 5 ist extrem anstrengend und fordernd und bringt die aerobe Leistungsgrenze an ihre Grenzen. Die Atmung wird sehr schnell und angestrengt, die Koordination erfordert bewusste Kontrolle und die Athleten können sich nicht unterhalten. Ermüdung tritt schnell ein, weshalb die Erholung zwischen den Belastungsphasen unerlässlich ist. Bei dieser Intensität arbeitet das aerobe System an seiner Kapazitätsgrenze, was die Sauerstoffversorgung und -verwertung extrem beansprucht. Laktat reichert sich hier schneller an, als es abgebaut werden kann, und markiert die Obergrenze der aeroben Leistungsfähigkeit. Laufen in Zone 5 verbessert die Geschwindigkeit und die Fähigkeit, auf Antritte zu reagieren, Radfahren entwickelt die Kraftleistung über die Schwelle hinaus und Schwimmen stärkt die Fähigkeit, ein hohes Tempo unter aerober Belastung durchzuhalten. Bei sparsamer und sorgfältiger Einbindung in die Trainingswoche erhöht Zone 5 die aerobe Leistungsgrenze, verbessert die Effizienz bei niedrigeren Intensitäten und stärkt die neuromuskuläre Koordination unter hoher aerober Belastung, wodurch die Leistung über alle Triathlon-Distanzen hinweg gesteigert wird.

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Wie die Zonen zusammenarbeiten

Jede Trainingszone erfüllt eine bestimmte Funktion, doch der eigentliche Fortschritt ergibt sich aus deren Kombination und nicht aus der Intensität einer einzelnen Trainingseinheit. Im Triathlon arbeiten die Zonen zusammen, um Belastung und Anpassung beim Schwimmen, Radfahren und Laufen auszubalancieren und so den Fitnessaufbau zu gewährleisten, ohne dass eine Disziplin die andere beeinträchtigt. Probleme entstehen, wenn diese Funktionen verschwimmen, insbesondere wenn das Ausdauertraining zu intensiv wird. Dann ermüden viele Athleten, ohne die Vorteile von leichtem oder hochintensivem Training zu nutzen.

Richtig eingesetzt, strukturieren Trainingszonen die gesamte Trainingswoche und -saison. Leichte Einheiten bleiben so, dass sie die Regeneration unterstützen. Intensive Einheiten sind fokussiert und zielgerichtet. Dieser Kontrast ermöglicht es, die Fitness kontinuierlich zu steigern, anstatt zu stagnieren. Besonders wichtig ist es, den Unterschied zwischen Ausdauertraining mit niedriger Intensität und hochintensiven Belastungen zu verstehen, da zu viel Zeit in einer einzigen Zone oft zu einem Plateau, zunehmender Ermüdung und schwankenden Leistungen führt.

Zusammengenommen erfüllen die Zonen klare Zwecke

  • Zone 1: Bewegung, Erholung und Wiederherstellung

  • Zone 2: Ausdauerentwicklung und aerobe Effizienz

  • Zone 3: Beständigkeit gegen Dauerdruck und Ermüdung

  • Zone 4: Laktatschwelle und Dauerleistung

  • Zone 5: Aerobe Kapazitätsgrenze und Toleranz gegenüber hoher Intensität

Wer die Funktionsweise der Trainingszonen versteht, verwandelt das Training von einer bloßen Anhäufung von Anstrengung in einen strukturierten Fortschritt. Jede Trainingseinheit hat ein klares Ziel, jede Woche ist ausgewogen und jede Saisonphase zielt gezielt auf die Wettkampfvorbereitung ab, anstatt isoliert die Fitness zu steigern.

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Häufige Fehler bei der Verwendung der Zonen 1–5

Trainingszonen bieten Triathleten einen klaren Rahmen für die Steuerung ihrer Anstrengung beim Schwimmen, Radfahren und Laufen. Sie helfen, die Intensität zu kontrollieren, gezielte Anpassungen zu fördern und zu verhindern, dass das Training ins Blaue hinein geplant wird. Viele Athleten schöpfen das Potenzial des zonenbasierten Trainings jedoch nicht voll aus, da die Zonen uneinheitlich, zu wenig oder zu viel in den verschiedenen Disziplinen angewendet werden.

Dies sind die häufigsten Fehler, die Triathleten machen:

  • Zone 2 in harte Arbeit verwandeln:
    Wenn Ausdauereinheiten zu intensiv werden, verringert sich die Erholung und die Grundlagenentwicklung in allen drei Disziplinen wird eingeschränkt.

  • Zone 3 völlig vernachlässigen:
    Das Vermeiden von anhaltender Belastung schwächt die Tempokontrolle und verringert die Fähigkeit, auch bei Ermüdung eine hohe Leistung zu erbringen.

  • Übermäßige Nutzung von Zone-4-Einheiten:
    Zu viel Schwellentraining führt zu akkumulierter Ermüdung und stagnierendem Fortschritt anstatt zu stetiger Verbesserung.

  • Zone 5 als häufiger Fitnesstest zu betrachten:
    Hochintensives Training braucht einen klaren Zweck und eine sorgfältige Platzierung, nicht die regelmäßige Nutzung als Formtest.

  • Die gleichen Trainingszonen das ganze Jahr über zu nutzen:
    Trainingszonen verändern sich, wenn sich die Fitness verbessert, Müdigkeit zunimmt oder sich der Fokus verlagert; wenn man sie nicht anpasst, verringert sich ihre Nützlichkeit.

Die Nutzung der Trainingszonen bedeutet nicht, perfekte Werte beim Schwimmen, Radfahren und Laufen zu erzielen. Vielmehr geht es darum, zu verstehen, wie sich jede Zone anfühlt, was sie bewirken soll und wann sie sinnvoll eingesetzt werden sollte. Werden die Zonen bewusst und nicht gewohnheitsmäßig angewendet, wird das Training klarer, ausgewogener und langfristig deutlich effektiver.

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Häufig gestellte Fragen: Triathlon-Trainingszonen

Warum trainieren Triathleten in Trainingszonen?
Trainingszonen helfen Triathleten, die Anstrengung beim Schwimmen, Radfahren und Laufen zu kontrollieren, sodass sich die Fitness vorhersehbar und ohne übermäßige Ermüdung oder Rätselraten entwickelt.

Ist es schlecht, hauptsächlich in Zone 2 zu trainieren?
Nein, Zone 2 ist unerlässlich, aber eine Überbeanspruchung oder ein zu starkes Abdriften kann die Erholung einschränken und die Effektivität von hochintensivem Training verringern.

Warum wird Zone 3 oft missverstanden?
Zone 3 wird häufig vermieden oder falsch angewendet, spielt aber bei gezielter Anwendung eine wichtige Rolle bei der Tempokontrolle und der Ermüdungsresistenz.

Kann zu viel Training in Zone 4 den Fortschritt behindern?
Ja, übermäßiges Schwellentraining führt oft eher zu angesammelter Ermüdung und stagnierender Leistung als zu nachhaltiger Verbesserung.

Wie häufig sollte Zone-5-Training eingesetzt werden?
Zone-5-Training sollte sparsam und zielgerichtet eingesetzt werden, da es das aerobe System stark beansprucht und eine angemessene Erholung erfordert.

Verändern sich die Trainingszonen im Laufe der Zeit?
Ja, die Zonen verschieben sich, wenn sich die Fitness verbessert, Ermüdung zunimmt oder sich der Trainingsschwerpunkt ändert. Deshalb ist eine regelmäßige Neubewertung wichtig.

Was ist der größte Fehler bei der Nutzung von Trainingszonen?
Der größte Fehler besteht darin, Zonen isoliert zu betrachten, anstatt sie als Teil eines ausgewogenen Systems zu verstehen, das über die gesamte Woche und Saison hinweg zusammenwirkt.

Weiterführende Lektüre: Triathlon-Training

Schlussbetrachtung

Trainingszonen dienen nicht dazu, Zahlen zu jagen oder jede Einheit künstlich produktiv zu gestalten. Sie bieten ein Rahmenwerk, um Anstrengung zu verstehen, Ermüdung zu managen und Belastung beim Schwimmen, Radfahren und Laufen gezielt einzusetzen. Werden die Zonen als zusammenhängendes System und nicht als isolierte Ziele genutzt, sorgen sie für Klarheit, Ausgewogenheit und Orientierung im gesamten Trainingsprozess. Fortschritt entsteht, indem man jede Zone für ihren jeweiligen Zweck respektiert, sie an veränderte Fitnesslevel anpasst und sie über die Woche und die Saison hinweg sinnvoll kombiniert. Wenn Anstrengung zielgerichtet und nicht gewohnheitsmäßig erfolgt, wird das Training konstanter, die Regeneration zuverlässiger und die Leistung nachhaltig und nicht erzwungen verbessert.

Konsultieren Sie vor Beginn eines neuen Trainingsprogramms stets einen Arzt oder zertifizierten Trainer. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keine individuelle Beratung.

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