Ironman-Marathon-Training für Anfänger – einfach erklärt

Zusammenfassung:
Beim Ironman-Marathon geht es nicht um Geschwindigkeit oder persönliche Bestzeiten. Es ist ein kontrollierter Ausdauerlauf nach 180 km Radfahren, bei dem Tempo, Ausdauer und Disziplin über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Anfänger im Ironman-Marathon-Training sollten daher auf aerobe Konstanz, progressive lange Läufe und Geduld im Umgang mit Erschöpfung setzen. Die Regeneration ist entscheidend, und mentale Stärke ist genauso wichtig wie körperliche Fitness. Dieser Leitfaden erklärt, wie Sie Ihr Ironman-Marathon-Training strukturiert und zielgerichtet angehen, um optimal vorbereitet zu sein, Erschöpfung zu bewältigen, Ihre Form zu halten und den Wettkampf kontrolliert zu beenden, anstatt ihn nur zu überstehen.

Ein Läufer überquert mit jubelnd erhobenen Armen die Ziellinie eines Marathonlaufs auf einer Straße der Stadt.

Warum der Ironman-Marathon anders ist

Der Ironman-Marathon ist kein entspannter 42,2-km-Lauf und verläuft unter ganz anderen Bedingungen als ein normaler Wettkampf. Schon beim Start trägt der Körper die stundenlange Erschöpfung vom Schwimmen und Radfahren mit sich herum. Erschöpfte Energiereserven, müde Muskeln und zunehmende Müdigkeit prägen das Gefühl für jeden einzelnen Kilometer. Das Tempo kann anfangs trügerisch gut zu bewältigen sein, doch kleine Fehler summieren sich unbemerkt und machen sich oft später im Rennen bemerkbar, wenn die Erschöpfung immer schwerer zu kontrollieren ist.

Für Anfänger verändert dieser Unterschied die Herangehensweise an das Training. Die Vorbereitung auf einen Ironman-Marathon profitiert von kontinuierlichem, niedrigintensivem Laufen, progressiven langen Läufen und einer disziplinierten Renneinteilung, die die Ausdauer unter Ermüdung fördert, anstatt die Geschwindigkeit mit ausgeruhten Beinen zu steigern. Athleten, die dies frühzeitig erkennen, können ihre Form eher halten, Beschwerden besser bewältigen und kontinuierlich trainieren.

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Worauf sich das Ironman-Marathon-Training konzentriert

Beim Ironman-Marathontraining geht es darum, den Körper darauf vorzubereiten, auch bei bereits bestehender Ermüdung komfortabel weiterzulaufen, anstatt zu lernen, mit ausgeruhten Beinen schnell zu laufen. Die meisten Anfänger profitieren von einer stetigen, wöchentlichen Trainingsroutine mit lockerem Tempo und der allmählichen Steigerung der Distanz bei langen Läufen. Dieser Ansatz hilft den Beinen, sich an die Belastung zu gewöhnen, senkt das Verletzungsrisiko und vermittelt ein Gefühl für kontrolliertes Tempo bei zunehmender Ermüdung.

Statt auf Geschwindigkeit zu setzen, ist das Lauftraining für einen Ironman am effektivsten, wenn der Fokus auf Entspannung, korrekter Lauftechnik und einem kontrollierten Laufgefühl liegt. Lockere Läufe prägen den Großteil der Trainingswoche, lange Läufe stärken Selbstvertrauen und Ausdauer und bieten zudem eine wichtige Gelegenheit, die richtige Ernährung und Flüssigkeitszufuhr zu trainieren, damit der Körper lernt, Energie während der Bewegung aufzunehmen. Kurze, kontrollierte Belastungen werden sparsam eingesetzt, um gute Laufgewohnheiten zu fördern. Bei einer solchen Trainingsstruktur fühlt sich die Belastung am Wettkampftag vertraut und machbar an, anstatt überfordernd.

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Die Rolle des Langfristigen

Der lange Lauf ist die wichtigste Trainingseinheit im Ironman-Marathon-Training, da er dich auf die lange Belastungsdauer vorbereitet und nicht auf Geschwindigkeits- oder Tempovorgaben. Gerade für Anfänger sind lange Läufe ideal, um körperliche Ausdauer, mentale Geduld und Selbstvertrauen schrittweise und sicher aufzubauen. Bei diesen Läufen geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern darum, wie gut du entspannt, kontrolliert und konstant bleibst, während die Distanz zunimmt und die Ermüdung steigt.

Warum lange Läufe wichtig sind

  • Stärkt die Belastbarkeit:
    Lange Läufe ermöglichen es Beinen, Gelenken und Bindegewebe, sich langsam an die Belastungen des Laufens über längere Zeiträume anzupassen. Diese schrittweise Gewöhnung trägt dazu bei, das Verletzungsrisiko zu verringern und den Körper darauf vorzubereiten, auch im späteren Verlauf des Rennens durchzuhalten, wenn Ermüdung unvermeidlich ist und die Lauftechnik an Bedeutung gewinnt.

  • Stärkt die Tempokontrolle:
    Langes Laufen in lockerem Tempo lehrt dich, wie sich ein wirklich nachhaltiges Tempo über eine Distanz anfühlt. Diese Fähigkeit ist beim Ironman entscheidend, da zu schnelles Laufen zu Beginn oft noch machbar erscheint, aber später im Marathon zu starker Erschöpfung und Gehpausen führt.

  • Üben Sie die Energie- und Flüssigkeitszufuhr:
    Lange Läufe bieten die beste Gelegenheit, die Aufnahme von Energie und Flüssigkeit während eines gleichmäßigen Laufs zu üben. Zu lernen, wie Ihr Körper auf unterschiedliche Zeitpunkte und Mengen reagiert, hilft, Leistungseinbrüche und Magenprobleme am Wettkampftag zu vermeiden.

  • Stärkt das Selbstvertrauen:
    Längere Laufeinheiten helfen, die Distanz und den Kraftaufwand am Wettkampftag zu normalisieren. Wenn lange Läufe zum festen Bestandteil des Trainings werden, wirkt der Marathon weniger einschüchternd und eher wie eine Herausforderung, auf die man sich bereits mehrfach vorbereitet hat.

Mit der Zeit beseitigen regelmäßige lange Läufe die Unsicherheit bezüglich der Marathondistanz. Die Anstrengung fühlt sich nicht mehr ungewohnt an, sondern vertraut, was das Selbstvertrauen stärkt, geduldig und kontrolliert zu bleiben und weiterzumachen, wenn das Rennen an seine Grenzen geht.

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Einfache Läufe und wöchentliche Konstanz

Lockere Läufe bilden die Grundlage des Ironman-Marathontrainings, da sie häufigeres Laufen ermöglichen, ohne die Regenerationsfähigkeit zu überfordern. Für Anfänger geht es bei diesen Läufen nicht um Tempoverbesserung oder Leistungssteigerungen, sondern um regelmäßiges, niedrigintensives Laufen parallel zum Schwimm- und Radtraining. Durch die lockere Belastung kann das wöchentliche Trainingspensum schrittweise erhöht werden, während die Ermüdung während des gesamten Ironman-Trainings überschaubar bleibt.

Warum einfache Läufe wichtig sind

  • Fördert die aerobe Fitness:
    Lockere Läufe verbessern Ihre Fähigkeit, Bewegungen über längere Zeiträume ohne übermäßige Ermüdung durchzuhalten. Diese gleichmäßige Belastung stärkt Ihr Herz-Kreislauf-System und Ihre Muskelausdauer und hält den Stress gleichzeitig so gering, dass Sie regelmäßig trainieren können.

  • Ermöglicht ein höheres Trainingsvolumen:
    Da lockere Läufe weniger anstrengend sind als intensive Trainingseinheiten, können Sie Ihr wöchentliches Laufvolumen steigern und sich davon leichter erholen. So lässt sich die Ausdauer kontinuierlich aufbauen, ohne übermäßige Ermüdung zu verursachen.

  • Fördert Kontinuität:
    Lockere Läufe fühlen sich machbar an, wodurch sie sich leichter Woche für Woche wiederholen lassen. Diese Kontinuität ist einer der wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Ironman-Marathonvorbereitung.

  • Fördert eine entspannte Lauftechnik:
    Läuft man in einem lockeren Tempo, kann man sich ohne Anspannung auf Haltung, Atmung und Rhythmus konzentrieren. Diese entspannten Bewegungsmuster gewinnen gegen Ende des Marathons zunehmend an Bedeutung, wenn die Ermüdung die Lauftechnik beeinträchtigt.

Mit der Zeit schaffen lockere Läufe eine verlässliche Grundlage für lange Läufe, Schwimm- und Radtraining sowie die allgemeine Ausdauer. Wenn sich der Großteil deines Lauftrainings kontrolliert und wiederholbar anfühlt, wird das Training nachhaltiger und der Wettkampftag weniger stressig.

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Tempodisziplin und Anstrengungskontrolle

Disziplin bei der Renneinteilung ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im Ironman-Training und gleichzeitig eine der schwierigsten für Anfänger. Gerade zu Beginn eines Laufs oder Wettkampfs kann sich die Anstrengung angenehm anfühlen, selbst wenn das Tempo etwas zu hoch ist, insbesondere mit Adrenalin und frischen Beinen am frühen Morgen. Das Ironman-Training lehrt, die Anstrengung einzuschätzen, anstatt dem Tempo hinterherzujagen. Dies wird entscheidend, sobald die Ermüdung vom Radfahren das Laufgefühl und den Energieverbrauch beeinflusst.

Wer frühzeitig lernt, sein Tempo zu reduzieren, verhindert, dass kleine Fehler bei der Tempoeinteilung im weiteren Verlauf des Marathons zu größeren Problemen führen. Durch eine geduldige und vorausschauende Krafteinteilung bleibt der Laufstil entspannt, die Atmung kontrolliert und die Energie reicht länger über die gesamte Distanz. Mit der Zeit stärkt diese Herangehensweise das Vertrauen in die eigene Tempoeinteilung und Entscheidungsfindung, sodass sich der Wettkampftag ruhig und kontrolliert anfühlt, anstatt gehetzt oder reaktiv.

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Schnelligkeitstraining und Intensität

Schnelligkeitstraining spielt im Ironman-Marathon-Training für Anfänger eine begrenzte und genau definierte Rolle. Es dient nicht der Verbesserung der Kurzstreckengeschwindigkeit oder dem Erreichen hoher Tempi, sondern der Festigung einer effizienten Lauftechnik und der Unterstützung der aeroben Leistungsfähigkeit bei niedrigeren Intensitäten. Während der Vorbereitung auf einen Ironman steigt das gesamte Trainingsvolumen beim Schwimmen, Radfahren und Laufen deutlich an. Ohne Variation der Belastung kann die Laufeffizienz allmählich nachlassen. Gezielt platzierte, schnellere Läufe helfen dem entgegenzuwirken, indem sie dem Körper vermitteln, wie sich eine effiziente Bewegung anfühlen sollte, ohne die Einheiten in hochgradig erschöpfende Trainingseinheiten zu verwandeln.

Das Lauftraining für einen Ironman sollte größtenteils mit niedriger Intensität erfolgen. Tempoeinheiten sollten sparsam und kontrolliert integriert werden. Diese Einheiten sind kurz und zielgerichtet, um Haltung, Schrittfrequenz und flüssige Bewegungsabläufe zu verbessern, anstatt den Körper unnötig zu belasten. Richtig angewendet, beeinträchtigen Tempoeinheiten weder die Regeneration noch die Qualität langer Läufe, sondern tragen vielmehr dazu bei, die Leistungsfähigkeit auch bei zunehmender Ermüdung im Laufe der Trainingswoche aufrechtzuerhalten. Mit der Zeit ermöglicht dieser Ansatz Anfängern, eine gute Lauftechnik, aerobe Leistungsfähigkeit und Selbstvertrauen zu bewahren, während Ausdauer und Konstanz im Vordergrund stehen.

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Wöchentliche Trainingsstruktur

Das Training für einen Ironman-Marathon findet nicht isoliert statt und muss sorgfältig mit Schwimm- und Radtraining abgestimmt werden. Für Anfänger besteht die Herausforderung nicht darin, mehr Laufeinheiten einzuplanen, sondern diese so zu gestalten, dass sie die allgemeine Ausdauer fördern, ohne die Regeneration zu überfordern. Eine gut strukturierte Woche ermöglicht einen schrittweisen Aufbau des Laufpensums unter Berücksichtigung der durch lange Radtouren und intensive Schwimmeinheiten entstehenden Ermüdung.

Wie man eine komplette Ironman-Woche ausbalanciert

  • Priorisierung der Trainingsplanung:
    Laufeinheiten sollten gezielt innerhalb der Woche platziert werden, sodass intensivere oder längere Läufe nicht direkt im Anschluss an die anspruchsvollsten Radeinheiten stattfinden. Dies reduziert unnötige Ermüdung und ermöglicht es, wichtige Läufe mit besserer Kontrolle und Technik zu absolvieren.

  • Schützt die Qualität des langen Laufs:
    Ein langer Lauf ist am effektivsten, wenn er durch leichteres Training davor und danach unterstützt wird. Eine gut strukturierte Trainingswoche, die dem langen Lauf genügend Raum gibt, trägt dazu bei, dass er Ausdauer aufbaut und nicht zu einer reinen Überlebensübung verkommt.

  • Gleicht die Gesamtbelastung aus:
    Das Ironman-Training beansprucht die Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen gleichermaßen. Eine ausgewogene Trainingswoche sorgt dafür, dass keine einzelne Disziplin dauerhaft zu übermäßiger Ermüdung führt.

  • Sie fördert Kontinuität statt Intensität:
    Eine stabile Wochenstruktur erleichtert es, das Training Woche für Woche zu wiederholen. Diese Kontinuität ist für den Erfolg beim Ironman wichtiger als jede einzelne harte Trainingseinheit.

Wenn Schwimm-, Rad- und Laufeinheiten durchdacht aufeinander abgestimmt sind, wird das Lauftraining berechenbarer und besser kontrollierbar. Anstatt auf Erschöpfung zu reagieren, lernt man, sie zu kontrollieren, wodurch sich das Training nachhaltig anfühlt und die Wettkampfvorbereitung mit Zuversicht voranschreitet.

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Energieversorgung für den Ironman Marathon

Die richtige Ernährung ist eine Fähigkeit, die trainiert werden muss und nicht erst am Wettkampftag beachtet werden sollte. Gerade bei Anfängern ist der Ironman-Marathon oft der Punkt, an dem die Energie rapide abfällt – nicht etwa aufgrund mangelnder Fitness, sondern weil die richtige Ernährung im Vorfeld vernachlässigt und während des Laufs nicht konsequent umgesetzt wurde. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verdauung und Beinmuskulatur ist unerlässlich, um konstant gute Leistungen zu erbringen und einen Leistungseinbruch gegen Ende des Rennens zu vermeiden.

Wie die richtige Ernährung ins Marathon-Training passt

  • Übe die Energiezufuhr während langer Läufe:
    Lange Läufe sind die beste Möglichkeit, Gels, Flüssigkeiten und das richtige Timing während des Laufens zu testen. Das Üben unter kontrollierten Bedingungen hilft dir zu verstehen, was dein Magen bei zunehmender Anstrengung und Ermüdung verträgt.

  • Lerne, dich rechtzeitig mit Energie zu versorgen, bevor du dich erschöpft fühlst:
    Die richtige Ernährung beim Ironman ist am effektivsten, wenn du frühzeitig und regelmäßig Energie zu dir nimmst. Wartest du, bis du dich völlig ausgelaugt fühlst, führt das oft zu einem starken Energieabfall und vermehrtem Gehen im späteren Verlauf des Marathons.

  • Die Energiezufuhr sollte der Belastung angepasst werden:
    Der Energiebedarf hängt von der Belastung und der Dauer ab. Wer lernt, sich bei leichter und gleichmäßiger Belastung optimal zu ernähren, entwickelt Gewohnheiten, die sich direkt auf die Bedingungen am Wettkampftag übertragen lassen.

  • Weniger Überraschungen am Wettkampftag:
    Regelmäßiges Training zur richtigen Ernährung beugt Unsicherheiten vor. Am Wettkampftag wissen Sie bereits, was funktioniert, wie oft Sie etwas zu sich nehmen sollten und wie Ihr Körper auf Belastung reagiert.

Wird die Energiezufuhr als integraler Bestandteil des Trainings und nicht als Nebensache betrachtet, stabilisiert sich die Energieversorgung und die Entscheidungsfähigkeit im späteren Verlauf des Marathons verbessert sich. Anstatt auf Erschöpfung zu reagieren, beugt man ihr vor und lässt Fitness und Renndisziplin ihre Wirkung entfalten.

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Die mentale Seite des Ironman-Marathons

Der Ironman ist ebenso eine mentale wie eine physische Herausforderung, insbesondere während des Marathons. Die lange Wettkampfdauer erfordert von den Athleten Geduld, Konzentration und Ruhe über viele Stunden hinweg, während sie mit Erschöpfung, Unbehagen und Unsicherheit umgehen. Anders als bei kürzeren Rennen, wo die Intensität kleine Fehler kaschieren kann, zeigt der Ironman, wie gut ein Athlet Entscheidungen trifft, sich selbst besser versteht und seine emotionalen Reaktionen über einen längeren Zeitraum kontrolliert. Zweifel, nachlassende Konzentration und der Drang zur Eile treten oft mit zunehmender Erschöpfung auf – nicht weil etwas schiefgeht, sondern weil der Wettkampf darauf ausgelegt ist, die mentale Stärke ebenso wie die körperliche Fitness zu testen.

Eine starke Leistung beim Ironman-Marathon basiert auf der Fähigkeit, ruhig und besonnen zu reagieren, anstatt emotional zu handeln. Erfolgreiche Athleten konzentrieren sich auf einfache, kontrollierbare Aktionen wie gleichmäßige Anstrengung, regelmäßige Nahrungsaufnahme und entspannte Bewegungen, anstatt sich über die verbleibende Distanz Gedanken zu machen oder sich mit anderen zu vergleichen. Diese mentale Disziplin wird im Training durch lange Einheiten entwickelt, in denen Anstrengung erwartet und bewältigt wird, anstatt ihr zu widerstehen. Mit der Zeit stärkt dies das Selbstvertrauen und die Widerstandsfähigkeit und ermöglicht es, den Marathon mit Klarheit und Geduld statt mit Angst oder Hektik anzugehen.

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Häufige Fehler beim Ironman-Marathon

Viele Anfängerfehler im Ironman-Marathon-Training entstehen dadurch, dass der Lauf als eigenständiges Ereignis und nicht als letzter Teil eines langen Wettkampftages betrachtet wird. Diese Fehler scheinen im Training oft noch beherrschbar, treten aber meist in der späteren Phase des Marathons deutlich zutage, wenn die Erschöpfung am größten ist.

Wo Anfänger oft Fehler machen

  • Den Marathon wie ein frisches Rennen zu trainieren:
    Das Verfolgen von isolierten Marathonplänen oder das Jagen nach Tempovorgaben ignoriert die Ermüdung durch Schwimmen und Radfahren. Dies führt oft dazu, dass man zu Beginn des Marathons zu schnell läuft und später im Rennen Schwierigkeiten hat, das Tempo zu halten.

  • Übermäßige Intensität:
    Zu viel intensives Laufen führt zu Ermüdung, die sich im Rahmen des Schwimm- und Radtrainings nur schwer kompensieren lässt. Dies verringert mit der Zeit die Trainingskontinuität, erhöht das Verletzungsrisiko und beeinträchtigt die Qualität wichtiger langer Läufe.

  • Die Wechselwirkung zwischen Radfahren und Laufen wird oft vernachlässigt:
    Viele Laufprobleme entstehen bereits zu Beginn des Rennens, nicht erst während des Marathons selbst. Wer sich auf dem Rad zu sehr anstrengt oder die Anstrengung nicht richtig einteilt, riskiert, dass die Beine schon vor dem eigentlichen Lauf erschöpft sind.

  • Fehlendes Energiemanagement:
    Wer im Training vor und während des Laufens auf die richtige Energiezufuhr achtet, erlebt oft einen Leistungseinbruch. Fitness allein kann schlechte Essgewohnheiten nicht ausgleichen, wenn die Belastung über viele Stunden anhält.

  • Zu schnelle Steigerung der Laufdistanz:
    Eine zu rasche Erhöhung der Distanz bei langen Läufen belastet Muskeln und Bindegewebe unnötig. Eine schrittweise Steigerung ermöglicht den Aufbau von Belastbarkeit, ohne die Regeneration oder die allgemeine Trainingsbalance zu beeinträchtigen.

  • Anstrengung mit Fortschritt verwechseln:
    Sich stark zu fühlen bedeutet nicht, dass härteres Training die richtige Wahl ist. Ironman belohnt Athleten, die Trainingseinheiten konstant wiederholen können, anstatt diejenigen, die anspruchsvolle Workouts anstreben, die nicht Woche für Woche durchgehalten werden können.

Wer diese Fehler vermeidet, kann sein Training besser planen und nachhaltiger gestalten. Kontrolliert man die Anstrengung, achtet man auf die richtige Ernährung und steigert die Dauer langer Läufe schrittweise, wächst das Selbstvertrauen ganz natürlich. Athleten, die diese Prinzipien beachten, erreichen den Wettkampftag mit viel größerer Wahrscheinlichkeit gesund, gelassen und bereit, den Marathon geduldig zu bewältigen, anstatt emotional auf auftretende Erschöpfung zu reagieren

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Häufig gestellte Fragen: Ironman-Marathon-Training

Wie lange sollten Anfänger für den Ironman-Marathon trainieren?
Die meisten Athleten benötigen je nach Fitnesslevel, Ausdauererfahrung und verfügbarer Trainingszeit rund um Schwimmen, Radfahren und Laufen zwischen 6 und 18 Monaten strukturierter Vorbereitung.

Muss ich im Training die volle Marathondistanz laufen?
Lange Läufe dienen dazu, Ausdauer und Selbstvertrauen aufzubauen, ohne übermäßige Ermüdung. Die meisten Athleten erreichen bei maximalem Trainingsumfang typischerweise 29 bis 35 Kilometer, was ausreicht, um den Körper vorzubereiten und gleichzeitig die Regeneration und das Trainingsgleichgewicht zu gewährleisten.

Wie viele Laufeinheiten pro Woche sind ideal für Anfänger?
Zwei bis drei Läufe pro Woche reichen für die meisten Anfänger aus, sofern sie mit Schwimm- und Radtraining ausbalanciert werden. Die richtige Trainingsplanung und ausreichende Erholung sind wichtiger als zusätzliche Kilometer.

Sollte das Training für einen Ironman-Marathon Intervalltraining beinhalten?
Ja, aber nur in Maßen. Kurze, kontrollierte Belastungen helfen, eine gute Lauftechnik und die aerobe Leistungsfähigkeit bei niedrigeren Intensitäten aufrechtzuerhalten, ohne die Regeneration oder die Qualität langer Läufe zu beeinträchtigen.

Wie wichtig ist die richtige Ernährung im Ironman-Marathon-Training?
Die richtige Ernährung ist entscheidend und muss im Training geübt werden. Viele Probleme beim Marathonlauf entstehen durch unzureichende oder falsche Ernährung im Vorfeld oder während des Laufs und nicht durch mangelnde Fitness.

Ist es normal, bei langen Läufen oder gegen Ende eines Marathons mental zu kämpfen?
Ja. Zweifel, Unbehagen und Tiefpunkte gehören zu den normalen Bestandteilen von Ausdauerwettkämpfen. Training hilft Athleten, diese Momente zu erkennen und ruhig statt emotional zu reagieren.

Was ist der größte Fehler, den Anfänger beim Ironman-Marathon machen?
Ihn als ein einzelnes Rennen zu betrachten. Der Ironman-Marathon wird stark von den vorherigen Entscheidungen beeinflusst, insbesondere auf dem Rad, und belohnt Geduld, Kontrolle und Konstanz mehr als Geschwindigkeit.

WEITERFÜHRENDE LITERATUR: BAUEN SIE IHRE IRONMAN-BASIS

Schlussbetrachtung

Der Ironman-Marathon spiegelt wider, wie gut ein Athlet sich auf Schwimmen, Radfahren und Laufen vorbereitet hat. Die Laufleistung im Endspurt wird maßgeblich von der angesammelten Ermüdung, der Renneinteilung und der optimalen Energiezufuhr beeinflusst, wobei die Geschwindigkeit eine untergeordnete Rolle spielt. Eine Vorbereitung, die diese Anforderungen berücksichtigt, führt zu einem stabileren Lauf und weniger Leistungseinbrüchen in der Schlussphase des Marathons.

Für Anfänger basiert eine effektive Vorbereitung auf Kontinuität, kontrollierter Anstrengung und schrittweiser Steigerung. Wer Ausdauer priorisiert, die richtige Ernährung im Blick behält und in allen drei Disziplinen ein Gleichgewicht wahrt, kann den Lauf kontrolliert und planbar absolvieren. Mit dieser Herangehensweise wird der Ironman-Marathon zu einer stabileren und besser zu bewältigenden Ausdaueraufgabe.

Konsultieren Sie vor Beginn eines neuen Trainingsprogramms stets einen Arzt oder zertifizierten Trainer. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keine individuelle Beratung.

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