10 Ironman Zone 3 / Tempo Beispielhafte Radtrainingseinheiten
Zusammenfassung:
Das Radtraining in Zone 3, typischerweise bei 76–90 % der FTP, 80–87 % der maximalen Herzfrequenz oder einer subjektiven Belastungseinschätzung (RPE) von 5–6, spielt eine Schlüsselrolle in der Vorbereitung auf das Ironman-Radtraining. Es fördert nachhaltige Kraft, Effizienz und Ermüdungsresistenz. Diese Tempoeinheiten liegen zwischen leichter Ausdauer und Schwellentraining und ermöglichen es Athleten, qualitativ hochwertige Trainingseinheiten ohne übermäßigen Erholungsaufwand zu absolvieren. Anstatt auf maximale Intensität zu setzen, verbessert das Training in Zone 3 die Renneinteilung und die Ausdauer. So können Athleten über lange Abschnitte der Radstrecke beim Ironman eine gleichmäßige und kontrollierte Kraftentfaltung beibehalten und erholt statt erschöpft in den Lauf starten.
Warum Tempo-Radtraining beim Ironman wichtig ist
Tempotraining auf dem Rad spielt eine zentrale Rolle in der Ironman-Vorbereitung, da es die Fähigkeit fördert, über längere Zeiträume kontrollierte Leistung aufrechtzuerhalten, ohne übermäßig zu ermüden. Während Ausdauertraining die aerobe Grundlage schafft und Schwellentraining die maximale Leistungsfähigkeit steigert, liegt das Training in Zone 3 im Bereich direkt über dem leichten Ausdauerbereich, wo Kontrolle, Effizienz und Renneinteilung verfeinert werden. Dadurch ist Tempotraining besonders wertvoll, um Athleten beizubringen, ihre Anstrengung über längere Zeiträume zu steuern, ohne die Intensität zu erzwingen oder auf kurze, intensive Sprints zu setzen, die die Energieverwertung und Konstanz beeinträchtigen.
Das Radtraining in Zone 3 zielt auf eine zielgerichtete und gleichzeitig kontrollierte Belastung ab. Es stellt eine etwas intensivere Variante von Zone 2 dar. In dieser Phase steigt die Laktatproduktion an, kann aber dennoch effektiv abgebaut werden. Dadurch können Athleten bei überschaubarer Ermüdung eine konstante Leistung mit gleichmäßiger Trittfrequenz und stabiler Atmung erbringen. Tempotraining eignet sich daher hervorragend, um qualitativ hochwertige Radfahreinheiten ohne übermäßigen Erholungsaufwand zu absolvieren. Wiederholtes Training in Zone 3 verbessert die Ausdauer, reduziert Leistungsschwankungen und unterstützt ein kontrolliertes Fahren gegen Ende langer Einheiten. So können Athleten gestärkt und konzentrierter in den Lauf starten.
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Metrikenleitfaden für das Tempo-Bike-Training
Das Verständnis der Messmethoden beim Tempotraining auf dem Fahrrad trägt dazu bei, dass die Einheiten mit der richtigen Intensität durchgeführt werden und den gewünschten Effekt erzielen. Zone 3 liegt zwischen leichter Ausdauer und Schwellentraining. Daher sind klare Messgrößen unerlässlich, um die Anstrengung zu kontrollieren und zu vermeiden, dass man sich bei längeren Trainingseinheiten zu sehr verausgabt oder zu entspannt verhält.
Die Herzfrequenz misst, wie oft das Herz pro Minute schlägt und spiegelt die Reaktion des Körpers auf Belastung wider. Im Radtraining dient sie dazu, die Belastung des Herz-Kreislauf-Systems im Verhältnis zur maximalen oder Schwellenherzfrequenz des Athleten einzuschätzen. Die FTP (Functional Threshold Power) stellt die höchste durchschnittliche Leistung dar, die ein Athlet über etwa eine Stunde bei Schwellenintensität aufrechterhalten kann. Sie dient als Referenzpunkt zur Definition von Trainingszonen und zur Angabe der Intensität im Verhältnis zur nachhaltigen Anstrengung. Die RPE (Rate of Perceived Exertion) beschreibt, wie anstrengend sich eine Trainingseinheit für den Athleten subjektiv anfühlt und bietet eine praktische Orientierungshilfe zur Steuerung der Anstrengung neben Leistung und Herzfrequenz.
Tempo Bike Metrics
Leistung: 76–90 % der FTP
Herzfrequenz: 80–87 % der maximalen Herzfrequenz
RPE: 5–6
Schwierigkeitsgrad: Mittelschwer
Verwenden Sie den FLJUGA Herzfrequenzzonenrechner, um Ihren genauen Zone-3-Bereich zu ermitteln.
Diese Kennzahlen definieren eine Intensität, die es ermöglicht, sinnvolle und qualitativ hochwertige Trainingseinheiten ohne übermäßige Belastung zu absolvieren. Das Training innerhalb dieses Bereichs gewährleistet, dass Tempotrainingseinheiten wiederholbar bleiben und Ausdauer, Tempokontrolle und effiziente Kraftentfaltung fördern. Wenn die Anstrengung klar definiert und konsequent eingehalten wird, bildet das Radtraining in Zone 3 eine verlässliche Grundlage für die langfristige Entwicklung der Ironman-Leistung und ist kein unpräziser Bereich, der die Regeneration oder die Trainingsbalance beeinträchtigt.
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10 Beispiel-Radtrainings für den Ironman
1. Fahrt im kontinuierlichen Tempo
Ziel: Ununterbrochene aerobe Kraft in Zone 3 aufbauen
Aufwärmen: 15 Minuten Spinning
Hauptset: 60 Min. @ Zone 3
Abkühlphase: 10 Minuten leichtes Schleudern
2. Progressiver Aufbau
Ziel: Die Intensität schrittweise bis hin zu einer starken aeroben Belastung steigern.
Aufwärmen: 15 Minuten Spinning
Hauptset: 15 Min. in Zone 2 + 15 Min. in Zone 3 + 10 Min. in Zone 4
Abkühlphase: 10 Minuten leichtes Schleudern
3. Wiederholungen im gebrochenen Tempo
Ziel: Die Anstrengungen in Zone 3 in fokussierten, überschaubaren Blöcken aufrechterhalten.
Aufwärmen: 15 Minuten Spinning
Hauptprogramm: 5 x 10 Min. in Zone 3 (3 Min. lockeres Drehen dazwischen)
Abkühlphase: 10 Minuten leichtes Schleudern
4. Langer Tempo-Finish
Ziel: Die Tempokontrolle durch einen starken Endspurt unter Ermüdung verstärken.
Aufwärmen: 15 Minuten Spinning
Hauptprogramm: 50 Min. in Zone 2 + 30 Min. in Zone 3
Abkühlphase: 10 Minuten leichtes Schleudern
5. Gleichmäßiges Kadenztempo
Ziel: Hohe Beinfrequenz und gleichmäßige Kraftentfaltung in Zone 3 aufrechterhalten
Aufwärmen: 15 Minuten Spinning + Trittfrequenzübungen
Hauptset: 3 x 15 Min. in Zone 3 (5 Min. lockeres Drehen dazwischen)
Abkühlphase: 10 Minuten leichtes Schleudern
6. Tempointervalle
Ziel: Für Abwechslung sorgen und gleichzeitig die aerobe Belastung hoch halten.
Aufwärmen: 15 Minuten Spinning
Hauptset: 8 x 6 Min. in Zone 3 (2 Min. lockeres Drehen dazwischen)
Abkühlphase: 10 Minuten leichtes Schleudern
7. Tempo-Pyramide
Ziel: Training der aeroben Ausdauer durch Intervalle unterschiedlicher Länge
Aufwärmen: 15 Minuten Spinning
Hauptset: 5 / 10 / 15 / 10 / 5 Min. in Zone 3 (4 Min. lockeres Drehen dazwischen)
Abkühlphase: 10 Minuten leichtes Schleudern
8. Verlängertes Tempo halten
Ziel: Simulation einer Anstrengung im mittleren Rennabschnitt durch lang anhaltenden, gleichmäßigen Druck
Aufwärmen: 15 Minuten Spinning
Hauptset: 75 Min. @ Zone 3
Abkühlphase: 10 Minuten leichtes Schleudern
9. Niedriges-Hohes Tempo
Ziel: Umstellung von Ausdaueranstrengung auf Tempodruck
Aufwärmen: 15 Minuten Spinning
Hauptprogramm: 40 Min. in Zone 2 + 30 Min. in Zone 3
Abkühlphase: 10 Minuten leichtes Schleudern
10. Doppelblocktempo
Ziel: Hochintensive aerobe Belastung über zwei verlängerte Wiederholungen hinweg aufbauen.
Aufwärmen: 15 Minuten Spinning
Hauptprogramm: 2 x 30 Min. in Zone 3 (10 Min. lockeres Training dazwischen)
Abkühlphase: 10 Minuten leichtes Schleudern
Häufige Fehler beim Fahrradtraining in Zone 3
Zone-3-Radtraining ist äußerst effektiv für den Aufbau nachhaltiger Kraft und die Kontrolle des Tempos, jedoch nur, wenn es diszipliniert und zielgerichtet durchgeführt wird. Da Tempotraining eine mäßig hohe Intensität aufweist, kann die Anstrengung leicht zu hoch ausfallen oder die Einheiten unbemerkt anstrengender werden als geplant. Das Vermeiden dieser häufigen Fehler trägt dazu bei, dass das Training in Zone 3 Ausdauer und Konstanz fördert, anstatt die Regeneration zu beeinträchtigen.
Zu intensives und zu langes Training:
Lässt man die Belastung in Zone 3 über längere Zeiträume langsam in Richtung Schwelle schleichen, führt dies zu deutlich erhöhter Ermüdung, ohne den angestrebten Trainingseffekt zu verbessern. Tempoeinheiten sollten zielgerichtet, aber kontrolliert sein, sodass Athleten die Arbeit mit stabiler Kraft und guter Technik absolvieren können, anstatt sich durch anhaltende Beschwerden zu quälen, die übermäßige Erholung erfordern.allmähliche Steigerung der
Anstrengung während einer Tempoeinheit deutet oft auf Fehler in der Renneinteilung, Konzentrationsverlust oder unzureichende Energiezufuhr hin. In Zone 3 sollte die Intensität stabil bleiben und nicht progressiv ansteigen. Eine schleichende Steigerung der Anstrengung erhöht die Ermüdung und verringert die Wiederholbarkeit, wodurch die Einheit ihren eigentlichen Zweck – kontrolliertes, nachhaltiges Training – verfehlt.Übermäßiger Einsatz von Tempoeinheiten:
Obwohl das Training in Zone 3 wertvoll ist, kann eine zu häufige Nutzung Ausdauereinheiten mit niedrigerer Intensität verdrängen und die Regeneration über die Trainingswoche hinweg beeinträchtigen. Tempoeinheiten sind am effektivsten, wenn sie gezielt mit leichteren Fahrten kombiniert werden, die die aerobe Entwicklung und langfristige Konstanz fördern.Unzureichende Energiezufuhr bei längeren Einheiten:
Tempoeinheiten dauern oft so lange, dass eine gezielte Energiezufuhr notwendig ist. Eine unzureichende Energiezufuhr führt zu einem Anstieg der Herzfrequenz, einem Leistungsabfall und nachlassender Konzentration. Dies mindert die Trainingsqualität und erhöht den Regenerationsaufwand, anstatt die Anpassung zu fördern.Auslassen von Aufwärmen oder Abkühlen:
Obwohl Zone 3 nicht die maximale Belastung darstellt, wird der Körper dennoch spürbar beansprucht. Das Auslassen des Aufwärmens beeinträchtigt die Qualität der ersten Trainingseinheiten und erhöht das Verletzungsrisiko, während das Auslassen des Abkühlens die Regeneration verlangsamt und die Effektivität des nachfolgenden Trainings mindert.
Bei konsequenter und maßvoller Anwendung fördert das Radtraining in Zone 3 langfristig Kontrolle, Selbstvertrauen und Ausdauer. Durch sorgfältiges Kräftemanagement, angemessene Ernährung und ausreichende Regeneration bilden diese Einheiten eine verlässliche Grundlage für die Ironman-Radvorbereitung und tragen nicht zu Ermüdung bei.
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Häufig gestellte Fragen: Ironman Zone 3 / Tempo Bike Training
Was ist Zone-3-Radtraining für den Ironman?
Zone-3-Radtraining für den Ironman beinhaltet anhaltende, mäßig anstrengende Belastungen, die eine gleichmäßige Kraft, Tempokontrolle und Ausdauer über lange Abschnitte der Radstrecke des Ironman entwickeln.
Wie unterscheidet sich das Radtraining in Zone 3 vom Schwellentraining in der Ironman-Vorbereitung?
Im Ironman-Training liegt Zone 3 unterhalb der Schwelle und konzentriert sich auf wiederholbare, kontrollierte Anstrengung, während das Schwellentraining die obere Grenze der nachhaltigen Leistungsfähigkeit anvisiert. Zone 3 ermöglicht ein sinnvolles Trainingsvolumen bei geringerem Erholungsaufwand.
Wie häufig sollten Zone-3-Radtrainingseinheiten im Ironman-Training eingesetzt werden?
Die meisten Ironman-Athleten absolvieren eine Zone-3-Radtrainingseinheit pro Woche, abhängig vom gesamten Radtrainingsumfang, der Regenerationsfähigkeit und der Phase der Ironman-Vorbereitung.
Wie lange sollten die Radintervalle in Zone 3 für das Ironman-Training sein?
Die Radintervalle in Zone 3 für das Ironman-Training variieren typischerweise von mittlerer bis langer Dauer, abhängig von Erfahrung, Fitnesslevel und der Struktur des jeweiligen Trainingsplans.
Sollten sich Radtrainingseinheiten in Zone 3 im Ironman-Training anstrengend anfühlen?
Radtrainingseinheiten in Zone 3 im Ironman-Training sollten sich mäßig anstrengend, aber kontrolliert anfühlen, sodass eine gleichmäßige Leistung und eine stabile Trittfrequenz während der gesamten Einheit aufrechterhalten werden können.
Kann Radtraining in Zone 3 die Leistung am Ironman-Wettkampftag verbessern?
Ja. Radtraining in Zone 3 verbessert die Renndisziplin, die Kraftstoffeffizienz und die Ermüdungstoleranz und hilft Ironman-Athleten so, kontrollierter zu fahren und in besserer Verfassung zum Lauf anzutreten.
WEITERFÜHRENDE LITERATUR: MAUERWERKSFESTIGKEIT BAUEN
Ironman-Training: Was ist Zone 2 / Ausdauer?
Ironman-Training: Was ist Zone 3 / Tempo?
Ironman-Training: Was ist Zone 4 / Schwelle?
Ironman-Training: Was ist Zone 5 / VO2 Max?
Ironman-Training: Erholungswoche
Ironman: Leitfaden für Anfänger
Ironman Tempo Sessions
Ironman-Lauftraining: 10 Tempoeinheiten
Ironman-Schwimmtraining: 10 Tempo-Einheiten
Schlussbetrachtung
Gezielt in den Wochenplan integriert, lehren Tempoeinheiten Körper und Geist, die Anforderungen der vollen 180 Kilometer (112 Meilen) auf dem Rad zu bewältigen. Sie fördern kontrollierte Anstrengung, gleichmäßige Kraftentfaltung und die nötige Disziplin, um über lange Strecken effizient zu fahren, ohne unnötige Ermüdung anzusammeln. Regelmäßig durchgeführte Radeinheiten in Zone 3 helfen Athleten, Vertrauen in die richtige Renneinteilung und Energiezufuhr zu gewinnen und die Kontinuität über anspruchsvolle Trainingswochen hinweg zu wahren. Durch die Berücksichtigung der Intensität, ein sorgfältiges Kräftemanagement und ausreichende Erholung ermöglichen Tempoeinheiten den Athleten, konzentriert, vorbereitet und leistungsbereit in den Lauf zu starten, anstatt die Radstrecke nur überstanden zu haben.
Konsultieren Sie vor Beginn eines neuen Trainingsprogramms stets einen Arzt oder zertifizierten Trainer. Die bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keine individuelle Beratung.